Recken und Maiden zu Asfalon - Larp Interessengemeinschaft
In der Nähe eines Dorfes an einem Klaren See steht eine kleine Wehrmotte, deren einzelner steinernder Turm herausragt. Auf der anderen Seite des Sees zieht sich ein dichter Wald entlang, der aber nicht in dem Grün erstrahlt wie er sollte, sondern viel zu viel braune Flecken enthält.
"Ich werd mich mehr trauen wenn ich ab sofort offiziell mitreise und meine Rüstung dabei habe... also Sorgen sind verschwendet." Ragna räusperte sich und wand sich intensiver der Tafel zu, kippte sie vor sich und sah sie sich genauer an, gleichwohl immernohc nur die klingenskizzen zu sehen waren.
"Nun ich habe auch nicht vor, nur hinter der Pallisade zu bleiben und euch nachzusehen. Was glaubt ihr wozu ihr mir eine Waffe fertigt." sie hätte wissen sollen wie dieser Tölpel auf ihr Eingeständnis reagiert und nun trotzte sie ihm wieder und reckte ihr Kinn. "Ich werde mich weiter üben und sobald ihr mir das Schwert gefertigt habt nicht mehr mit dem Stock und dann werde ich an eurer Seite kämpfen!"
"Dir liegt echt was an mir, was?" Da war es, das breite unangebrachte Grinsen. Nur in seinen Augen sah man, das er es bereits bereute, es nur nicht mehr zurückziehen konnte.
Ihre Lippen pressten sich noch etwas mehr aufeinander und ein Schnauben kam von ihr "Verdient hättet ihr es nicht!" zischte sie ihm entgegen um im nächsten Moment wie vom Donner gerührt dazustehen. Abermals verzogen sich die Lippen, sie tastete mit zittrigen Fingern nach ihrem Umhang, nur weg von hier. Wie unangebracht, wie äußerst peinlich. So etwas zu sagen, wie irrsinnig, aber sie war doch wütend und im Stolz noch mehr angekratzt gewesen.
"Aber?" fragte er in ruhigem, ernsteren Ton. Verscheuen wollte er sie nun eigentlich nicht. Irgendwie war er zuerst doch froh um die Unterhaltung hier unter vier Augen gewesen zu sein. Auch das Grinsen verschwand und der fragende und neugierige Blick tauchte wieder auf. Wieso dachte sie nur immer er wollte ihr böses...
Vor Scham, Wut, Panik und all diesen aufkeimenden Gefühlen klitzerte es leicht in ihren Augen und sie konnte nur mühlich zwei Tränen verhindern, welche aus ihren Augen drohten zu entkommen "Ist es denn wichtig..es wäre nur mehr ein weiter Witz auf euren Lippen" sie legte den Umhang um sich und benötigte etwas mehr Kraft sich aufzurichten, die Lippen immernoch recht schmal. "Ich.. habe die Skizzen gesehen... und euch.. ich habe.. genannt welche mir zusagen..es gab sonst nichts weiter zu besprechen... nicht?"
"Hmm doch... aber hat Zeit, wenn du wirklich gehen willst. Hat mich gefreut, dass du gekommen bist. Hätte sonst heute Abend noch was zu essen besorgt, wenn erst nach der Arbeit vorbei geschaut hättest." Er stand auf und stellte die tafel zurück an ihren bestimmungsort. Wortlos.
"Ihr seid ein emotionsfreier Klotz.." sprach sie nun leise, während sie ihm zusah. Dann schüttelte sie den Kopf und ging auf die Tür zu, sie hatte sich wieder einfach nur dumm dastehen lassen und er beliess es auch noch dabei, sagte dazu kein Wort mehr. Wieder fragte sich die Frau warum sie überhaupt so oftmals Zeit miteinander verbrachten.
Er fuhr mit einem male herum, das, so fand er, war nicht fair gewesen. "Man hat es mir ausgetrieben verdammt, denkst du ich hab mir das so ausgesucht?"
"Ich habe mir meinen Weg auch nicht ausgesucht! Ich glaube euch das ihr wahrlich viel durchgemacht habt, aber niemand sucht sich seinen Weg aus. Aber er kann für sich entscheiden ob er Andere mit seinem Handeln verletzt oder beschämt... keiner hat euch dies hineingeprügelt denn ihr seid immernoch ein Mensch" keifte es mit einem Mal zurück und die Hände wurden in die Seiten gestämmt.