Recken und Maiden zu Asfalon - Larp Interessengemeinschaft
In der Nähe eines Dorfes an einem Klaren See steht eine kleine Wehrmotte, deren einzelner steinernder Turm herausragt. Auf der anderen Seite des Sees zieht sich ein dichter Wald entlang, der aber nicht in dem Grün erstrahlt wie er sollte, sondern viel zu viel braune Flecken enthält.
Ragna nickt Quendan grüßend zu, wartete auch auf die Eule um ihr einen kurzen Gruß in selbiger Form zukommen zu lassen. Nochmals versuchte er sich grob den schmutz runter zu wischen und nahm letztendlich die Schürze ab. Er legte sie grob zusammengelegt über seine Beine und stützte sich mit verschränkten Armen auf den Tisch um zu lauschen.
Quendan nickte: "Natürlich, Herr, wie ihr es wünscht." Er verließ den Raum und eilte zu den Wachen. "Verdammt, lasst die Hexe rein oder wollt ihr das sie eure Männlichkeit schrumpfen lässt?", zischte er leise einer der Wachen zu und grinste breit. "Ehm... nein... natürlich... .", die Wache wand sich der Eulenschamanin zu. "Der Herr empfängt euch nun. Entschuldigt, dass ihr warten musstet." Die Wache grinste frech und lachte. Quendan schritt zu der Eulenschamanin. "Und... alles in Ordnung bei ... euch?"
Murrend starrte sie mit einem Blick, der so scharf wie ein Dolch war, zum Wachmann hinauf. Dann aber wandte sie sich ruckartig Quendan zu. Fast schon wollte sie ihm eine Umarmung zur Begrüßung spendieren, besonn sich dann aber der Situation und tätschelte ihm lediglich mit einigen halbwegs sauberen Fingern vorsichtig die Schulter. "Quendan, Ihr seht ja fast wie ein erwachsener Mann aus, na aber hallo! Noch ein paar Pfunde mehr und Ihr seid perfekt!" scherzte sie, wurde dann aber wieder halbwegs ernst. "In Ordnung, ja... ich sehe zwar gerade so aus wie man mich nennt, aber da bei unserm Herrn nicht alles in Ordnung zu sein scheint, trau ich mich auch so unter seine Augen. Vielleicht sollten wir uns sputen... Kommt." Und da schritt sie auch schon der großen Halle entgegen, Qendan im Schlepptau.
Für die, die sie etwas besser kannten, klang sie ein klein wenig anders als man sie vielleicht in Erinnerung hatte, ihr üblicher Dialekt schien sich ganz allmählich dem Genuschel der Dörfler anzupassen.
Quendan folge der Eulenschamanin zurück zu den Anderen. Die Tatsache, dass die gnäadige Dame aus dem Wald vorging, kam daher, dass er gemütlichen Schrittes nun zurückkehrte.
Bei den Übrigen angekommen sah er zu seinem Herren, der warscheinlich die Eulenschamanin zuerst den Raum betreten sah und sprach: "Herr, Auftrag ausgeführt. Kann ich mich zu euch setzten?"
Pelindur nickt seinem Knappen und der neu Ankommenden kurz zu und geht weiter vor den züngelden Flammen auf und ab. Nur halb hingehört hat er offensichtlich, als er Quendan abwesend mit " Ja, ja, setzt Euch nur.." antwortet.
Dann wendet er sich zu seinen gefährten und mustert sie still. Ganz unbewusst nimmt er seine übliche, autoritäre Haltung ein, die auch seinen Stolz immer etwas erkennen lässt, so unüblich für einen einfachen Ritter. Dann beendet er seine Musterung und lächelt grimmig aber entschlossen.
"Freunde, ich habe gerade einen Boten meines Vaters empfangen. Ein Teil seiner Lande ist überfallen und geplündetr worden von seinem Nachbarn. Es wird Krieg geben...und ich werde meinen Pflichten nachkommen."
Da sich anscheinend niemand zutraute, zuerst zu sprechen, ergriff schließlich die Kleinste im Raum das Wort. Mit verschränkten Armen stand sie da, sah den Ritter misstrauisch an.
"Aha. Ich fasse mal zusammen: Da kommt ein Bote an, der mal eben behauptet, dieser Nachbar hätte Euren Hohen Vater überfallen. Und Ihr schreit sofort nach Krieg." Erneut musterte sie Pelindur, ob vielleicht seine Mimik oder Gestik Vermutungen zuließen, dass er ein wenig wahnsinnig geworden sei. "Ist denn bereits bewiesen, dass er der Angreifer war? Kennt man die Motive, war es vielleicht Rache für einen Schachzug aus Eures Vaters Landen? Haben wir überhaupt die Truppenstärke um diesen Krieg auch nur einen Tag lang zu überleben? Ihr solltet Euch über all das Gedanken machen bevor Ihr Euren ach so tollen Pflichten nachgeht. Ansonsten seid Ihr ein noch größerer Narr als ich ich dachte..."
"Ich glaub langsam ich bin der Bote des Bösen, überall wo ich hin komme bricht ein Krieg los..." murmelte Ragnajin Celia zu. Wohl nicht ganz wörtlich und ernst aber auch ohne großartigen humor. Er lehnt sich zurück und verschwand geistig für einen Moment in seine Vergangenheit bis zu dem Moment als Maru Pelindur als Narren bezeichnete. Er sah zu ihr auf. Wohl fand er es überaus mutig, für ihn stand es einem Todesurteil gleich seinen Anführer als Narren zu beschimpfen. Ragna schwankte zwischen bewunderung dafür und einem Ausruf sie solle sich zügeln.
"Wie könnt ihr es wagen, meinen Herren einen Narren zu nennen?!", keifte Quendan die Schamanin an. "Derartige Beleidigungen ziehmen sich eures Standes nicht!" Der Knappe setzte sich zu den Anderen und machte ein finsteres Gesicht. Erst schien es, als wolle er nichts mehr sagen doch dann: "Herr! wollt ihr dies über euch ergehen lassen?!"
Pelindur fixiert die Eulenfrau eingehend und für einen kurzen Moment kann man brodelnde Wut in seinen AUgen aufblitzen sehen, bevor er sich wieder beherrscht und eine arrogante, hochnäsige Miene annimmt. Etwas, was er vor seinen Getreuen eigentlich niemals tut,
Ebenso besorgnisseregend ist,dass er sich normalerweise durch so eine Aussage der kleinen Frau höchstens zu einer spitzen Gegenantwort oder einem Lachen hinreißen lässt.
gen Quendan nickt er bei seinem verständlichen Aufbrausen nur zu, bevor er ernst mit einem kleinen Zittern in der Stimme spricht, die von unterdrücktem Zorn oder Unruhe zeugt.
"Wenn Ihr zu viele Kräuter gerraucht habt, kann ich Euch bei dieser Besprechung nicht gebrauchen. Wenn nicht, haltet Euer freches Mundwerk, es sei denn, Ihr wollt mich wirklich einmal ungehalten erleben.
Was bei den Dornen geschieht hier in Asfalon gerade?"
Der Ritter unterbricht sich dann und seufzt. Und mit dem Seufzen scheint sein Zorn zu verfliegen und tiefe Besorgniss zeichnet nun seine Augen.
"Ich schreie nicht nach Krieg, ganz sicher nicht. Ich fürchte, es handelt sich hier um eine alte Fehde, und wenn es wahr ist, werde ich meinen Lehnseid erfüllen. Bis dahin will ich, dass wir eine Miliz aufstellen und mein Lehen bereithalten.
Und gibt es noch jemanden, der seine Stimme wie unsere Schamanin erheben will, oder gibt es hier jemanden, der die Geschichte hinter all dem vernehmen will oder Vorschläge hat?"
Nach kurzem Schweigen erhob Ragnajin das Wort. "Wäre nicht schlecht... oder zumindest eine Klärung der Lager... Wer gegen wen, wieviele gegen wieviele und was fehlt an Waffen und Rüstungen." Er wirkt nicht gerade als wäre er erschrocken über den Zustand an sich, denn langsam beschlich ihn das Gefühl das Pech in der Form anzuziehen umso mehr. Es war die Sorge in der Stimme die zu hören war, getrieben von Gedanken über Truppenstärke und Ausrüstung. Er hatte noch nicht viel gesehen das er in einem Krieg einsetzen würde, weder an Gerät, noch an Truppen wie er es kannte.